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Eine Klinik der Deutschen Rentenversicherung Rheinland

Aktuelles

Hier halten wir Sie gern über aktuelle Veranstaltungen und Neuigkeiten aus unserer Klinik auf dem Laufenden.

 

Am 26. September 2019 verabschiedete die Klinik Niederrhein ihren Verwaltungsdirektor Reiner Bähr in den wohlverdienten Ruhestand. In gemütlicher Atmosphäre der Klinik-Cafeteria fanden sich zahlreiche Gäste und Weggefährten von ihm ein.

 

Von der DRV-Geschäftsleitung richtete Holger Baumann sein Grußwort an die Gäste, würdigte die Verdienste von Reiner Bähr für die Klinik Niederrhein und dankte ihm für seine erfolgreiche Arbeit für die Deutsche Rentenversicherung Rheinland. Neben weiteren persönlichen Worten an Herrn Bähr wie zum Beispiel durch die Personalvertretung und die ärztliche Leitung boten Mathias Wagner und Klaudia Kronen ein humorvolles Schauspiel aus dem Klinikalltag eines Verwaltungsdirektors.

 

Reiner Bähr selbst war sichtlich bewegt und verlässt nach eigenen Worten die Klinik Niederrhein mit ein wenig Wehmut. Er danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten 9 Jahren.

Frau Jennifer Basic ist 37 Jahre alt, lebt in Wuppertal und hat vor Kurzem ihren Rehaaufenthalt in der Klinik Niederrhein in Bad Neuenahr-Ahrweiler beendet.

 

Im April 2019 bekam sie einen Stoma. Das ist eine künstlich geschaffene Verbindung von einem Hohlorgan zur Körperoberfläche. Typische Beispiele sind der künstliche Darmausgang und der künstliche Blasenausgang. Die Stoma-Anlage kann entweder eine vorübergehende Lösung oder aber dauerhaft notwendig sein. Personen mit diesem Krankheitsbild tragen den grau-beigen Beutel meist gut versteckt unter der Kleidung. Bei Frau Basic ist das nicht unbedingt der Fall.

 

Während der Therapie bemerkte man schnell die verschiedenen farbenfrohen Muster der Hüllen, welche Frau Basic sich für ihre Stomabeutel genäht hatte. Unsere Therapeutin Frau Hoischen bat sie, sich bei der Pflegedienstleitung zu melden. Frau Heinemann, Pflegedienstleitung der Klinik, äußerte ihr positives Feedback und so kam Frau Basic auf die Idee, Freiwillige zum Nähen der Beutel zu animieren. Innerhalb des dreiwöchigen Rehaaufenthaltes konnte sie bereits großes Interesse bei Betroffenen und freiwilligen Helfern wecken und hat der Klinik eine Vielzahl der bunten Hüllen zum Verschenken überreicht. Die Klinik überreichte ihr als Dankeschön einen Blumenstrauß und befragte sie zu ihrer Krankheit und ihren Plänen:

 

Wann mussten Sie sich zum ersten mal mit dem Thema „Stoma" auseinandersetzen?

Anfang des Jahres habe ich die ersten Grundplatten als Halterungskonstruktion zum Probieren erhalten, wie es sein wird. Ich habe viel gelesen und nachgefragt. In Fachbach habe ich eine Gruppe gefunden. Leider war diese nicht so zufriedenstellend. Ich baue gerade selber eine Facebook-Gruppe auf: Kangaroos (Stoma). Hier können sich Betroffene und Interessierte informieren und austauschen.

 

Was hat Sie auf die Idee gebracht mit dem Nähen der Hüllen anzufangen?

Nach dem 17.04.2019 als ich mein Stoma bekommen habe, war es mir immer sehr unangenehm wenn die Bluse mal hochgerutscht ist. Daher kam die Idee, die Hüllen zu nähen.

 

Wie sind Sie auf die Klinik Niederrhein aufmerksam geworden?

Es stand fest, dass ich in die Reha muss. Die Deutsche Rentenversicherung Rheinland hat sich für die Klinik Niederrhein entschieden. Zum Glück. Im Internet liest man viel, aber hier zu sein hat mich überzeugt, dass ich hier richtig bin. Eine der Therapeutinnen, Frau Hoischen hat mir gesagt, dass ich was bewegen kann hier in der Klinik.

 

Welche Erfahrungen/ Reaktionen haben Sie bisher zu dem Thema Stoma erhalten?

Zum Thema Stoma gibt es ganz viele Menschen, die nicht wissen was das ist. Viele Menschen wissen nicht was es bedeutet so etwas zu haben.

In Bezug auf die Beutel-Hüllen sind die Reaktionen sehr positiv nach der Erklärung wofür sie sind und wie sie aussehen. Ich habe dadurch viele Stoffspenden erhalten.

 

Möchten Sie noch eigene Gedanken mit einbringen?

Ich hoffe, dass ich durch dieses Thema die Mitmenschen besser aufklären kann und das die Akzeptanz besser wird. Wir sind Beutelträger, Kangaroos (Stoma).

Sehr begeistert kehrte Jessica Weber an ihren Ausbildungsplatz in der Klinik Niederrhein zurück. Die angehende Kauffrau im Gesundheitswesen hatte kürzlich im Rahmen eines IHK-Auslandspraktikums in Verbindung mit einem ERASMUS-Stipendium mehrere Wochen in einer irischen Gastfamilie verbracht.

 

Aufmerksam hierauf wurde sie in der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr (BBS), die um Teilnehmer warb. Organisiert wurde das Praktikum durch die IHK und außer den Kosten für den Flug und das Taschengeld waren alle weiteren Kosten durch das Stipendium abgedeckt. „Dieses Angebot stieß sofort auf mein Interesse und ich wollte diese Chance unbedingt wahrnehmen", so Jessica Weber. „Zum einen entwickelt man sich durch ein Auslandspraktikum persönlich weiter, verlässt die Komfortzone und verbessert zudem die Englischkenntnisse."

 

So hieß es also für die junge Frau die Koffer zu packen und sich zur neuen Unterkunft bei einer Gastfamilie in Dublin auf den Weg zu machen.

 

Dort angekommen, besuchte sie in der ersten Woche den Englischunterricht am ADC-College und erfuhr schon viel Wissenswertes über Land, Leute und die irische Kultur. Aufgaben wie Telefonate in englischer Sprache zu führen oder aber englische Präsentationen zu halten machten Jessica Weber keine Schwierigkeiten.

In der zweiten und dritten Woche arbeitete sie in einer caritativen Organisation, welche sich für obdachlose Menschen und Migranten einsetzt. Hier durfte sie sogar mit dem „Arzt-Truck" , welcher den Obdachlosen und Migranten zur ärztlichen Notversorgung zur Verfügung steht, durch die Region fahren.

„Die Not der Obdachlosen hat mich tief bewegt und das soziale Engagement der Mitarbeiter sehr beeindruckt", so Jessica Weber.

 

Diese Erfahrungen kann ich nur jedem Auszubildenden empfehlen, so Weber. Glücklich und dankbar ging es für die junge Frau im Anschluss gleich weiter. Sie flog von Dublin nach Moskau, wo sie noch zwei Wochen Urlaub machte.

 

 

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Der Newsletter der Kliniken der Deutschen Rentenversicherung Rheinland erscheint zwei mal im Jahr. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.

 

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